Mord, Logik und ein Schmunzeln am Rand
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich ein Rätselbuch so lange am Tisch hält. Murdoku ist im Grunde eine Kreuzung: Du bekommst einen kurzen Mordfall, ein paar Verdächtige, Hinweise, und dann musst du per Ausschlusslogik herausfinden, wer es getan hat, mit welchem Motiv, an welchem Ort. Klingt trocken. Ist es aber nicht.
Das Buch liegt gut in der Hand, die Rätsel sind klar strukturiert, und der Witz steckt in den Details: Die Verdächtigen heißen zum Beispiel "Barry vom Buffet" oder haben Alibis, die so offensichtlich fadenscheinig sind, dass du laut lachst. Das ist kein schwerer Sudoku-Klon, sondern eher Krimiflair mit Logikgerüst.
Für wen das wirklich etwas ist
Für mich ist Murdoku ideal für Leute, die Escape Rooms mögen, aber nicht immer jemanden dabei haben wollen. Du kannst ein Rätsel in 15 bis 25 Minuten lösen, je nachdem wie schnell du mitdenkst. Das passt perfekt in eine Zugfahrt oder einen entspannten Sonntagnachmittag.
Ein ehrlicher Vorbehalt: Wer knallharte Logikrätsel sucht, die wirklich schwitzen lassen, der wird vielleicht etwas unterfordert sein. Die meisten Fälle sind machbar, ohne sich den Kopf zu zerbrechen. Das ist kein Fehler, nur eine andere Zielgruppe. Kinder ab etwa 12 Jahren lösen die Rätsel genauso gut wie Erwachsene.
Der Preis liegt unter 15 Euro. Für 80 Rätsel mit Unterhaltungswert ist das ein fairer Deal. Kein Schnäppchen, aber auch keine Mogelpackung.