Was steckt wirklich drin?
Ehrlich gesagt hatte ich beim Titel schon ein breites Grinsen. "50 Wege, wie deine Katze versucht, dich umzubringen" klingt nach einem dieser Bücher, die man verschenkt und dabei selber am lautesten lacht. Und ja, das stimmt so ungefähr. Es ist kein Roman, kein Ratgeber im klassischen Sinne - eher ein illustriertes Schmunzelbuch, das die absurden kleinen Terrorakte des täglichen Katzenlebens aufdröselt.
Ich hab es an einem Abend durchgeblättert, Tee dabei, Katze auf dem Schoß. Und genau da passierte es: Seite 17, das Kapitel über die strategisch platzierten Haarballen, und meine Katze schubst demonstrativ meinen Teelöffel vom Tisch. Als hätte sie das Buch vorher gelesen, um mitzumachen.
Für wen ist das gedacht - und für wen nicht
Wer ein literarisch anspruchsvolles Werk sucht, ist hier falsch. Das Buch ist leicht, schnell, und lebt komplett vom Wiedererkennungseffekt. Wenn du noch nie mit einer Katze zusammengelebt hast, geht dir vielleicht die Hälfte der Witze an. Für alle anderen - besonders für jemanden, der gerade seinen ersten Winter mit einem Tier erlebt hat, das nachts plötzlich die Wände hochläuft - trifft es einen Nerv.
Glaub mir, als Geschenk für Katzenbesitzer funktioniert es fast immer. Der Preis liegt im soliden Bereich für ein Hardcover dieser Art, und die Aufmachung ist gepflegt genug, dass man es auch im Regal stehen lassen kann. Kein Pflichtprogramm, aber ein sehr nettes Stück für die richtige Person.