Was steckt da eigentlich drin?

Murdoku 2 ist kein normales Sudoku-Heft, das du nach drei Abenden weglegt. Das Konzept ist tatsächlich ungewöhnlicher: 80 Rätsel, die Sudoku-Logik mit kleinen Kriminalgeschichten verbinden. Du löst nicht einfach Zahlen, sondern arbeitest dich durch mysteriöse Mordfälle - diesmal mit einem Zeitreise-Rahmen, der den Szenarien etwas mehr Spielraum gibt.

Ehrlich gesagt hatte ich erst Skepsis. Klingt nach Marketing-Idee, die in der Praxis flach fällt. Aber nach den ersten Rätseln merkt man: die Verbindung zwischen Logik und Erzählung funktioniert besser als gedacht. Du sitzt nicht stumm vor einem Gitter. Du hast eine Geschichte im Kopf, die dich ein bisschen bei der Stange hält.

Für wen es sich lohnt - und für wen nicht

Für Rätselfans, die Sudoku kennen und ein bisschen mehr Kontext wollen: sehr guter Kauf. Auch als Geschenk für jemanden, der Krimis liest aber keine klassischen Rätsel mag, kann das hier eine echte Brücke sein. 14 Euro ist für 80 Rätsel mit einer Rahmenhandlung ein fairer Preis.

Aber: Wenn du harte Krimi-Spannung erwartest, wirst du enttäuscht. Das hier ist kein Roman. Die Kriminalfälle sind Aufhänger, kein Herzstück - Entschuldigung, kein Mittelpunkt. Das Logik-Rätsel bleibt die eigentliche Hauptsache. Wer Sudoku hasst, auch im Kostüm, der greift besser woanders hin.

Für mich persönlich: genau die richtige Stärke für einen ruhigen Abend, wenn ich den Kopf beschäftigen, aber kein Buch lesen will.