Was mich überrascht hat

Ehrlich gesagt habe ich diese Tücher nicht ernst genommen, als sie ankamen. Dünnes Mikrofasermaterial, helles Blau, kein großer Markenname drauf. Dann kam der erste wirklich heiße Laufmorgen im Juli. Ich habe das Tuch kurz unter kaltes Wasser gehalten, ausgeschüttelt, um den Nacken gelegt - und für die nächsten 20 Minuten war die Welt ein anderer Ort. Das klingt übertrieben, ist aber genau das, was ich einem Freund beim Kaffee sagen würde.

Das Prinzip ist simpel: Verdunstungskälte. Das Tuch bleibt kühl, solange es feucht ist, und durch den Luftzug beim Laufen hält das länger als man denkt. Bei Yoga oder ruhigem Camping funktioniert es auch, aber da ist der Effekt etwas schwächer, weil weniger Luftbewegung da ist.

Wo ich einen Vorbehalt habe

Die 120 cm Länge ist angenehm, das Tuch lässt sich gut um den Nacken wickeln oder über den Kopf legen. Aber: Es trocknet irgendwann komplett aus, besonders wenn man es in der prallen Sonne trägt. Dann kurz neu befeuchten - kein Drama, aber man braucht eine Wasserflasche in der Nähe.

Für mich ist das Set eine sinnvolle Sache für alle, die draußen aktiv sind und keine 30 Euro für ein Markentuch ausgeben wollen. Zwei Stück im Paket ist praktisch, man kann eines waschen und das andere nutzen. Wer es nur einmal im Jahr für ein Konzert im Freien braucht, der greift trotzdem lieber zu.