Dieser Deckel hat mich kalt erwischt

Ich hab die Flasche das erste Mal im Rucksack vergessen - ohne sie richtig zu verschließen, dachte ich zumindest. Kein Tropfen. Der Deckel der Owala FreeSip ist auslaufsicher, wirklich, und nicht nur auf dem Papier. Das klingt banal, aber wer schon mal mit einem nassen Laptop-Fach zu kämpfen hatte, weiß, dass das kein Detail ist.

Der 2-in-1-Verschluss ist die eigentliche Idee dahinter: oben ein Strohhalm-Modus für unterwegs, seitlich eine breite Öffnung, wenn man gerade trinken will wie ein Mensch. Klingt vielleicht nach Gimmick. Ist es nicht. Ich nutze beides, je nach Situation, und nach ein paar Tagen macht man das intuitiv, ohne nachzudenken.

Was die 710ml im Alltag bedeuten

Ehrlich gesagt war ich skeptisch gegenüber dem Format. 710ml ist kein Standard. Aber genau das ist der Punkt: Man füllt sie einmal morgens, und sie hält einen durch einen normalen Arbeitstag, ohne dass man ständig nachfüllen muss. Die Doppelwand-Isolierung aus Edelstahl hält kalte Getränke lange kalt, das merkt man auch nach zwei Stunden in der Sonne noch.

Das Modell "Foggy Tide" ist ein gedämpftes Blaugrün, das ich persönlich schöner finde als die meisten knalligen Farben der Konkurrenz. Nicht jedermanns Sache, klar.

Für wen lohnt sie sich nicht? Wer eine kompakte Flasche für die Jackentasche sucht, ist hier falsch. Die Owala ist voluminös. Und mit 30 Euro ist sie kein Impuls-Kauf. Aber für den täglichen Gebrauch, ob Büro, Rad oder Wanderung, ist sie für mich bislang eine der durchdachtesten Flaschen, die ich in der Hand hatte.