Was du für 27 Euro bekommst

Ehrlich gesagt hatte ich niedrige Erwartungen, als das Band ankam. Schmale Box, leichtes Gerät, irgendwie alles ein bisschen... billig im Gefühl. Und dann schaltet man es ein. Das AMOLED-Display mit 1,72 Zoll ist überraschend scharf und hell - beim Laufen im Freien gut ablesbar, selbst bei Sonne. Das hatte ich bei dem Preis nicht erwartet.

Die Akkulaufzeit von 21 Tagen ist natürlich mit Vorsicht zu genießen. Mit aktivierter Herzfrequenzmessung rund um die Uhr und ein paar Workouts pro Woche landest du eher bei 10 bis 12 Tagen. Immer noch ordentlich, aber das Marketing-Versprechen ist das eben nur auf dem Papier.

Für wen es Sinn macht - und für wen nicht

Das Band macht Sinn, wenn du einen leichten Alltagsbegleiter willst: Schlaf tracken, Schritte zählen, ab und zu die Herzfrequenz checken. Die SPO₂-Messung ist da, funktioniert, aber ich würd sie nicht für medizinische Entscheidungen nutzen. Die 150 Sportmodi sind ehrlich gesagt zu 140 davon Deko - wer Qi Gong oder Hula Hoop trackt, freut sich vielleicht. Der normale Nutzer tippt auf "Laufen" und fertig.

Was mich stört: Das Armband aus Silikon fühlt sich nach ein paar Stunden etwas klebrig an, besonders im Sommer. Kleines Detail, aber es ist eines, das bleibt.

Für jemanden, der zum ersten Mal einen Tracker ausprobiert, oder einfach keinen dreistelligen Betrag ausgeben will - da gibt es für den Preis kaum etwas Besseres. Wer Gps, eine Tiefsportuhr oder Premium-Haptik sucht, schaut lieber woanders.