Was dieses Buch anders macht

Ich hab "Woman on Fire" zum ersten Mal in den Händen gehalten, weil eine Freundin meinte, sie fühle sich von ihrer Ärztin nicht ernst genommen. Hormonelle Veränderungen, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen - und überall nur achselzuckende Erklärungen. Sie hat mir das Buch in die Hand gedrückt mit den Worten: "Lies das, dann weißt du, wovon ich rede."

Und ehrlich gesagt: Sie hatte recht. Das Buch erklärt die Wechseljahre so, wie man es sich von einem guten Gespräch wünscht. Klar, ohne Angst zu machen, mit einer Stimme, die einem das Gefühl gibt, dass man nicht allein ist mit dem ganzen Chaos im Körper.

Für wen es sich lohnt

Für Frauen, die gerade mittendrin sind und endlich Worte für das suchen, was sie erleben. Aber auch für alle, die jemanden begleiten, ob als Partnerin, Tochter, Freundin oder Kollege. Gerade dieser zweite Blickwinkel hat mich überrascht. Das Buch gibt einem nämlich nicht nur Wissen, sondern auch Empathie. Das ist selten.

Ein Vorbehalt: Wer einen rein medizinischen Leitfaden mit Dosierungsempfehlungen und Laborwerten sucht, wird hier nicht vollständig fündig. Der Ton ist nahbar und persönlich, kein Lehrbuch. Für mich ist das ein Vorteil, aber das hängt davon ab, was man gerade braucht.

Bei 16 Euro ohne Rabatt ist es kein Schnäppchen im klassischen Sinn. Aber für ein Buch, das tatsächlich etwas bewegt, ist das ein fairer Preis.