Was der D4 wirklich kann

Ehrlich gesagt bin ich mit niedrigen Erwartungen rangegangen. Ein No-Name-Ventilator für unter 55 Euro, 20000mAh Akku, integrierte LED-Lampe, 48 Stunden Laufzeit auf der niedrigsten Stufe - das klingt nach einer dieser Amazon-Versprechungen, die sich in der Realität schnell in Luft auflösen.

Aber: das Ding überrascht. Beim letzten Campingwochenende hab ich ihn nachts im Zelt laufen lassen, ohne einmal ans Aufladen zu denken. Morgens zeigte das kleine Display noch gut 60 Prozent. Der Ventilator war dabei leise genug, um tatsächlich durchzuschlafen - was bei meinem Vorherigen nie so recht geklappt hat. Der Haken oben ist simpel, aber praktisch: einfach an die Zeltstange gehängt, fertig.

Der flache Formfaktor: Vor- und Nachteil zugleich

Die ultraflache Bauweise spart Platz im Rucksack, das stimmt. Aber sie bedeutet auch, dass der Luftstrom eher breit als konzentriert ist. Wer einen gezielten, kräftigen Luftzug erwartet, wird enttäuscht sein. Für mich passt das - im Zelt will ich sowieso eine gleichmäßige Brise, keinen Sturm.

Die LED-Lampe ist kein Highlight, aber nützlich bei Stromausfall oder nachts im Wohnmobil. Kein Ersatz für eine Stirnlampe, aber als Raumbeleuchtung reicht sie.

Für wen lohnt es sich? Camper, Wohnmobilist, alle, die gelegentlich mit Stromausfällen rechnen müssen. Wer dagegen einen leistungsstarken Tischventilator fürs Büro sucht oder maximale Kühlleistung will, sollte woanders schauen. Der D4 ist kein Alleskönner - aber das, was er tut, macht er überraschend gut.