Steckdose rein, fertig - fast

Mein erster Eindruck: Das Ding ist klein. Wirklich klein. Ich hab ihn einfach in die Steckdose im Flur gesteckt, kurz über die TP-Link-App eingerichtet, und nach drei Minuten hatte mein Schlafzimmer endlich brauchbares WLAN. Keine Magie, keine komplizierte Konfiguration. Das ist ehrlich gesagt schon die halbe Miete bei so einem Gerät.

Der RE330 funkt auf beiden Bändern (2,4 und 5 GHz), hat einen LAN-Port für Geräte ohne WLAN, und unterstützt EasyMesh. Das bedeutet: Wenn dein Router auch EasyMesh kann (FRITZBox ab bestimmten Modellen zum Beispiel), verschmilzt das Ganze zu einem einzigen Netzwerk. Kein nerviges manuelles Umschalten mehr zwischen "WLAN" und "WLAN-Repeater". Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber im Alltag ein echter Unterschied.

Für wen lohnt sich das, für wen nicht

Für 22 Euro bekommst du solide Reichweitenverbesserung in einer Wohnung mittlerer Größe. Glaub mir, für diesen Preis gibt es kaum ernstzunehmende Konkurrenz. Der Durchsatz ist kein Wunder - bei Repeatern halbiert sich die Bandbreite auf dem verlängerten Pfad, das ist technisch bedingt und kein Fehler des RE330 speziell.

Wer eine große Doppelhaushälfte oder dicke Betonwände hat, sollte lieber zu einem Mesh-System mit zwei Einheiten greifen. Für eine 3-Zimmer-Wohnung mit einem toten Winkel ist der RE330 aber die günstigste vernünftige Lösung, die ich kenne. Kein Schnickschnack, kein Versprechen das er nicht halten kann - einfach ein Repeater, der seinen Job macht.