Was du für 62 Euro bekommst

Die MX Keys S ist keine Gaming-Tastatur, kein Schreibmaschinen-Revival, kein Statussymbol. Sie ist eine nüchterne, gut durchdachte Bürotastatur mit flachem Profil, ruhigem Anschlag und Multi-Device-Pairing über Bluetooth oder USB-C-Empfänger. Die sphärisch geformten Tasten, die sich leicht konkav anfühlen, sind kein Gimmick: Nach ein paar Stunden greift man intuitiv richtiger. Das Backlight passt sich automatisch an die Lichtverhältnisse an, was im Alltag tatsächlich nützlich ist.

Für wen sie sich rechnet

Wer täglich vier Stunden oder mehr tippt, und zwischen mehreren Geräten wechselt, hat hier einen klaren Mehrwert. Die Tastatur verbindet sich mit bis zu drei Geräten gleichzeitig, der Wechsel geht per Tastendruck. Wer hauptsächlich an einem einzigen Rechner sitzt, zahlt dagegen für Funktionen, die er nie benutzt. Die programmierbaren Tasten lohnen sich, wenn man die Logitech-Software wirklich einrichtet. Die meisten tun das nicht.

Die Schwächen, die das Segment hat

Flache Tastaturen dieser Klasse haben ein strukturelles Problem: Der kurze Tastenhub gefällt nicht jedem. Wer mechanischen Widerstand gewohnt ist, fühlt sich hier unterfordert. Außerdem ist die Tastatur nicht für raue Umgebungen gebaut. Kaffee, Krümel, grobe Hände täglich, das ist nicht ihre Welt. Sie ist robust genug für das Büro, aber sie ist kein Arbeitsgerät für Außeneinsätze.

Was ich davon halte

Bei 62 Euro ohne aktiven Rabatt ist die Entscheidung nicht selbstverständlich. Wer eine ruhige, zuverlässige Tastatur für den Schreibtisch sucht und zwischen Mac und PC wechselt, bekommt hier ein gut ausgereiftes Gerät. Wer hauptsächlich auf einem System arbeitet und mit Membrantasten nichts anfangen kann, sollte das Geld in eine mechanische Alternative stecken.