Was sie vom Durschnitt unterscheidet
Ich war skeptisch. Schwimmbrillen unter zwanzig Euro klingen nach Kompromiss, und meistens sind sie das auch. Aber die Biofuse 2.0 von Speedo hat mich nach den ersten Bahnen eines Besseren belehrt. Der Rahmen aus diesem weichen, fast gummiartigen Material legt sich ans Gesicht, ohne zu drücken. Kein Abdruck auf der Stirn nach einer Stunde im Wasser - das ist schon mal mehr als ich von manchem teureren Modell sagen kann.
Das Sichtfeld ist angenehm weit, die Linsen beschlagen kaum. Ehrlich gesagt habe ich erst nach zwei Wochen gemerkt, dass ich sie auch nach langen Einheiten einfach vergessen hatte - auf der Nase, meine ich. Das ist das beste Zeichen.
Für wen - und für wen nicht
Wer regelmäßig im Verein trainiert und Open-Water-Tauglichkeit oder eine spezielle UV-Tönung braucht, sollte woanders schauen. Die Biofuse 2.0 ist klar auf Hallenbad und Freizeitnutzung ausgelegt. Kein Anti-Fog-Wunder für die Ewigkeit, das Beschlagen kommt irgendwann zurück, wie bei jeder Brille in dieser Klasse.
Aber für den Alltagsschwimmer, der zwei- oder dreimal die Woche seine Bahnen zieht und nicht jedes Mal mit einer Brille kämpfen möchte? Glaub mir, die sitzt einfach. Der Nasensteg lässt sich anpassen, der Verschluss funktioniert ohne Gefummel, und das weiche Dichtmaterial verzeiht auch Gesichtsformen, die mit Hartrahmen nie glücklich werden.
Für knapp 17 Euro ist das ein gutes Angebot - nicht weil sie günstig ist, sondern weil sie das hält, was sie verspricht.