Neun Euro für eine Trinkflasche - realistisch?
Ehrlich gesagt hab ich bei dem Preis erstmal gezögert. Unter zehn Euro, Tritan, auslaufsicher - das klingt nach dem Versprechen, das nach drei Wochen im Rucksack endet. Ich hab die 1-Liter-Variante mitgenommen, eine Woche Radfahren, Yoga, einmal vergessen sie im Auto liegen zu lassen (volle Flasche, Sommer, direkte Sonne). Kein Geruch. Kein Geschmack. Keine Lache auf dem Beifahrersitz.
Das Tritan-Material macht hier tatsächlich den Unterschied. Kein Plastikbeigeschmack im Wasser, auch nicht nach ein paar Tagen. Das ist bei günstigen Flaschen alles andere als selbstverständlich.
Was mich überzeugt, was nicht
Der Drehverschluss sitzt fest, aber nicht so, dass man beim Sport ewig dran herumfummelt. Die Flasche liegt gut in der Hand - 1 Liter ist natürlich ein Kaliber, das man spürt, wenn sie voll ist. Für den Fahrradhalter passt die 750-ml-Variante wahrscheinlich besser, je nach Rahmen.
Mein einziger Vorbehalt: Das Design ist schlicht. Sehr schlicht. Wer eine Flasche sucht, die auch optisch etwas hermacht, schaut woanders. Und Isolierung gibt es nicht - kaltes Wasser bleibt im Sommer keine zwei Stunden kalt.
Für wen lohnt sich das also? Für alle, die eine solide Alltagsflasche ohne Firlefanz brauchen. Gym, Fahrrad, Wanderung. Wer Thermos-Funktion will oder viel Wert auf Optik legt, greift besser zu etwas anderem. Aber als zuverlässige Begleiterin für unter zehn Euro? Da findet man kaum etwas Besseres.