Was du bekommst - und was nicht

Ehrlich gesagt hatte ich niedrige Erwartungen. Ein Päckchen mit 16 goldgelben Spiralstreifen, kein Duft, kein Gift, kein Schnickschnack. Du ziehst den Streifen auseinander, hängst ihn an die mitgelieferte Reißzwecke, fertig. Keine Anleitung nötig. Das ist der Charme dieser Dinger.

Der erste Test: über dem Kompostkübel in der Küche. Nach zwei Tagen klebten dort gut ein Dutzend Fruchtfliegen fest. Nicht spektakulär, aber es funktioniert. Der Streifen macht genau das, was draufsteht, nämlich Fliegen anlocken und festhalten, ohne Chemie, ohne Strom, ohne Lärm.

Für wen das Sinn ergibt

Für Leute mit einem Fliegenproblem in Küche oder Esszimmer ist das eine solide, günstige Lösung. Acht Wochen soll ein Streifen halten laut Hersteller - ich hab nach vier Wochen getauscht, weil er schlicht voll war. Mit 16 Stück kommst du also eine ganze Saison durch, und der Preis pro Streifen ist lächerlich gering.

Aber: optisch sind diese Dinger kein Genuss. Goldgelb, hängend, vollgeklebt mit Insekten - für das Wohnzimmer würde ich das nicht empfehlen, egal was die Produktbeschreibung sagt. In der Abstellkammer, im Keller, hinter dem Herd: ja, absolut. Im Esszimmer beim Gästeessen: lieber nicht.

Auch wer empfindlich auf den leichten Klebstoffgeruch reagiert, der in den ersten Stunden wahrnehmbar ist, sollte das wissen. Er verfliegt, aber er ist da.

Für knapp acht Euro und 16 Stück ist das für mich einer der unkompliziertesten Käufe, die du im Sommer machen kannst, wenn Fliegen zur Plage werden.