Wenn der Blumentopf summt und man es nicht mag
Letzte Saison, Sonntagmorgen, Kaffee in der Hand: Vor meinem Monstera-Topf schwebten wieder diese kleinen schwarzen Punktwolken. Trauermücken. Wer die kennt, weiß, wie zermürbend das sein kann. Ich hab dann die Plantura SF-Nematoden ausprobiert - schlicht weil ich keine Chemie in meiner Wohnung haben wollte.
Das Prinzip ist simpel: Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die man ins Gießwasser gibt. Sie wandern in die Erde, suchen die Larven der Trauermücken und erledigen sie biologisch. Klingt etwas brutal, ist aber für Mensch, Tier und Pflanze völlig unbedenklich.
Was wirklich passiert, wenn man es anwendet
Die Anwendung ist unkompliziert, das muss ich sagen. Päckchen in Wasser auflösen, auf die Erde gießen, fertig. Nach etwa zwei Wochen hat sich bei mir die Mückenwolke deutlich gelichtet. Nicht sofort, nicht magisch, aber spürbar. Der Effekt hält an, solange die Larven vorhanden sind - danach sterben die Nematoden einfach ab, ohne Rückstände.
Ein ehrlicher Vorbehalt: Die Wirkung setzt nicht über Nacht ein. Wer denkt, er gießt heute und hat morgen Ruhe, wird enttäuscht. Und bei sehr starkem Befall braucht man vielleicht eine zweite Behandlung.
Für mich lohnt es sich klar, wenn man biologisch unterwegs sein will und etwas Geduld mitbringt. Wer nur einen Topf hat, dem reicht die 5-Millionen-Packung für rund 50 Pflanzen locker. Für Balkonfreaks oder Gewächshausbesitzer ist das sogar sehr günstig gerechnet.