Warum ich den überhaupt gekauft habe
Letzten Herbst, Parkplatz am Supermarkt, jemand hat mir mit der Tür den vorderen Kotflügel gestreift. Kein riesiger Schaden, aber Schwarz glänzend vergibt bekanntlich nichts. Werkstattangebot: knapp 180 Euro für einen Kratzer, den ich mit dem Fingernagel kaum spüre. Also hab ich den LICARGO Lackstift geholt, eher skeptisch.
Was wirklich funktioniert
Der Pinsel ist das Entscheidende hier. Kein billiger Filzstift, sondern ein feiner, kontrollierter Pinsel, mit dem man tatsächlich präzise arbeiten kann. Ich hab vorher den Bereich sauber gemacht, den Stift gut geschüttelt, zwei dünne Schichten aufgetragen, trocken lassen. Das Ergebnis: von einem Meter Abstand sieht man nichts mehr. Ehrlich gesagt war ich überrascht. Die Deckkraft ist solide, und der Glanz passt bei meinem Auto gut dazu, was bei Schwarz glänzend die halbe Miete ist.
Die Trocknung geht schnell, nach zwanzig Minuten konnte ich eine zweite Schicht auftragen. Made in Germany ist kein leeres Versprechen, die Konsistenz des Lacks wirkt nicht verwässert.
Für wen nicht
Große Schäden, tiefe Kratzer bis aufs Metall oder großflächige Abplatzungen: da kommt der Stift an seine Grenzen. Das ist kein Wunder, das ist Physik. Wer erwartet, damit Lackarbeiten im Profibereich zu ersetzen, wird enttäuscht sein. Auch perfektionisten, die bei direktem Sonnenlicht mit der Lupe draufschauen, werden kleine Unterschiede im Glanzgrad feststellen.
Für mich aber, für kleine Steinschläge und Alltagskratzer an einem schwarzen Auto: das ist genau das richtige Mittel. Für unter elf Euro ein vernünftiger Kauf.