Was du für 20 Euro bekommst

Ehrlich gesagt hatte ich keine großen Erwartungen, als ich die Intenso Premium microSDXC 128 GB zum ersten Mal in die Hand nahm. Kleines schwarzes Ding, kein großes Branding, kein Schnickschnack. Aber dann hab ich sie in meiner alten Kompaktkamera eingesteckt, und die hat einfach funktioniert - Serienaufnahmen, keine Ruckler, kein merkwürdiges Warten.

Die angegebenen 90 MB/s Lesegeschwindigkeit sind ein theoretischer Maximalwert, wie immer. Im Alltag, also beim Übertragen von Urlaubsfotos auf den Laptop, war ich trotzdem angenehm überrascht. Kein stundenlanger Kaffeepause-Transfer.

Für wen sie passt, für wen nicht

Für Dashcams, Tablets, ältere Kameras oder als Backup-Speicher fürs Handschuhfach: absolut passend. Der Preis ist kaum zu schlagen, und für diese Anwendungsfälle braucht man keine Profi-Karte.

Aber - und das ist ein echter Vorbehalt - wer 4K-Video mit einer neueren Actionkamera oder Drohne aufnehmen will, sollte lieber tiefer in die Tasche greifen. Die Schreibgeschwindigkeit hält da nicht immer mit, und ein verpasster Clip auf dem Berg ärgert noch Wochen später.

Auch die Langlebigkeit unter Dauerlast ist bei günstigen Karten immer ein Fragezeichen. Für kritische Daten würde ich sie nicht als einzigen Speicherort nehmen.

Mein Urteil

Für den Preis ist die Intenso Premium eine solide, unkomplizierte Karte, die ihren Job in normalen Alltagssituationen zuverlässig macht. Wer unkritischen Speicher braucht und nicht zu viel ausgeben will, greift bedenkenlos zu. Profis oder Leute mit anspruchsvollen Aufnahmesituationen kaufen besser anderswo.