Was die kleine Dose verspricht

Für knapp 17 Euro bekommst du 50 ml Polierpaste plus ein Mikrofasertuch. Klingt erstmal überschaubar. DR. WACK ist eine Marke, die in deutschen Garagen seit Jahrzehnten herumsteht, und der A1 Kratzer Polish ist so etwas wie ihr bekanntestes Produkt. Der Ansatz ist simpel: Oberflächliche Kratzer im Klarlack durch leichte Schleifmittel herauspolieren.

Wie es sich anfühlt, damit zu arbeiten

Ich hatte einen blöden weißen Strich auf der Fahrertür, vermutlich vom Einkaufswagen. Nicht tief, aber sichtbar. Ich hab eine haselnussgroße Menge auf das beiliegende Tuch gegeben und in kreisenden Bewegungen gearbeitet, ungefähr drei Minuten. Dann abgewischt. Ehrlich gesagt war ich überrascht: Der Kratzer war nicht weg, aber deutlich blasser - fast verschwunden im richtigen Licht. Der Lack danach fühlte sich samtiger an als vorher, das ist kein Einbildung.

Die Paste riecht leicht chemisch, aber nicht aufdringlich. Die Konsistenz ist angenehm, nicht zu flüssig, nicht zu fest. Man merkt, dass das kein billiges No-Name-Produkt ist.

Für wen - und für wen nicht

Wer tiefe Kratzer bis aufs Metall hat, wird enttäuscht sein. Das hier ist keine Wunderpaste, sondern ein Werkzeug für Klarlack-Schäden, die man mit dem Fingernagel nicht fühlt. Für genau diese Fälle funktioniert es aber erstaunlich gut.

Der Preis ist fair, wenn man bedenkt, dass eine Profi-Politur in der Werkstatt schnell das Zehnfache kostet. Die 50 ml reichen für mehrere Anwendungen, solange man sparsam ist. Wer sein Auto regelmäßig pflegt und kleine Macken selbst beheben will, hat hier ein verlässliches Mittel in der Hand.