Das Szenario kennt jeder
Anfang August, Gartentisch gedeckt, Kaffee dampft noch, und dann: surren. Ein Nest unter dem Dachvorsprung, drei Meter über dem Boden. Genau in solchen Momenten greift man zu irgendwas, das verspricht, das Problem zu lösen. Das COMPO WespenSTOPP ist so ein Kandidat.
Die 500-ml-Flasche kommt mit einem langen Sprührohr, was schon mal praktisch ist, wenn man Abstand halten möchte, und das möchte man. Das Rohr ist kein Luxus, sondern hier wirklich sinnvoll. Man richtet es auf den Nesteingang, drückt, fertig. Geruch ist da, nicht brutal, aber man merkt, dass da Chemie am Werk ist.
Sofortwirkung ja, aber mit Erwartungsmanagement
Ehrlich gesagt: Die Sofortwirkung funktioniert. Wespen, die direkt getroffen werden, reagieren schnell. Die Langzeitwirkung auf das Nest braucht aber Geduld. Ich hab nach dem ersten Abend nicht gleich Ruhe gehabt. Erst nach zwei Behandlungen war das Nest wirklich still. Das steht so ähnlich auch in der Anleitung, aber man liest das natürlich erst danach.
Für wen lohnt es sich? Für alle, die ein erreichbares Nest haben und nicht sofort einen Kammerjäger bestellen wollen. 28,90 Euro sind kein Schnäppchen für ein Spray, das stimmt. Aber wenn man bedenkt, was ein Profi kostet, relativiert sich das schnell.
Wer dagegen ein Nest in fünf Metern Höhe hat, hinter Verkleidungen, tief in Hohlräumen: da kommt dieses Spray an seine Grenzen. Das ist kein Makel des Produkts, nur eine realistische Einschränkung, die man kennen sollte.