Der Klassiker, den jeder kennt - aber nicht jeder nochmal kaufen muss

Ocarina of Time. Allein der Name löst bei einem bestimmten Typ Spieler sofort etwas aus. Der Geruch von altem Plastik, ein grauer N64-Controller, die erste Nacht in Hyrule Field. Ich kenne das. Aber ehrlich gesagt ist genau das auch das Problem mit dieser Switch-2-Edition: Sie verkauft vor allem Nostalgie, und die hat ihren Preis.

Siebzig Euro. Für ein Spiel von 1998. Das muss man erstmal schlucken.

Was du wirklich bekommst

Nintendo verspricht eine aufgewertete Version für die neue Hardware. Ob das bedeutet: überarbeitete Grafik, verbesserte Performance, zusätzliche Inhalte - das bleibt zum jetzigen Zeitpunkt noch vage. Was ich sagen kann: Die Grundlage ist stark, das war sie immer. Hyrule, der Zeitenwechsel, Ganondorf. Das Spiel hat die Jahrzehnte besser überlebt als die meisten seiner Zeitgenossen.

Für jemanden, der Ocarina of Time noch nie gespielt hat, könnte das hier der richtige Einstieg sein. Grosse Bildschirm, moderne Hardware, kein Emulator-Gefummel. Das macht Sinn.

Für alle anderen? Kommt drauf an. Wer die N64-Version noch im Regal stehen hat, wer die 3DS-Fassung gespielt hat, wer das Lied der Zeit im Schlaf pfeifen kann - der sollte genau hinschauen, was diese Edition konkret neu bietet, bevor er zugreift.

Mein Vorbehalt

Der Vorrat geht angeblich schnell zur Neige. Glaub mir, das ist fast immer ein Kaufdruck-Signal, das ich mit Skepsis betrachte. Lass dich davon nicht hetzen. Dieser Titel wird nicht verschwinden.