Erster Eindruck: schwer, solide, kein Schnickschnack

Die WMF Profi liegt in der Hand wie ein Versprechen. Kein wackeliger Griff, kein billiges Klappern - einfach dieses dumpfe, sattes Gewicht, das man von einer Pfanne erwartet, die nicht nach zwei Jahren in die Tonne wandert. Cromargan, also der WMF-eigene 18/10-Edelstahl, ist hier keine Marketingformel: die Oberfläche ist tatsächlich robust und reagiert nicht auf Säuren oder starke Aromen.

Das mit dem Anbraten - da muss man ehrlich sein

Unbeschichtet bedeutet: Lernkurve. Wer direkt ein Spiegelei reingießt wie in eine Teflonpfanne, wird sich wundern, warum alles klebt. Ich hab das selbst erlebt, gleich am ersten Abend mit einem Stück Lachs. Der Trick: Pfanne richtig heiß werden lassen, genug Fett, Geduld. Wenn das Fleisch sich von selbst löst, ist es so weit. Klingt simpel, braucht aber ein paarmal Übung.

Wenn man das einmal kapiert hat, ist das Bratergebnis erstaunlich. Krusten, die wirklich knuspern. Röstaromen, die man aus beschichteten Pfannen so kaum kennt.

Für wen - und für wen nicht

Für mich ist diese Pfanne ideal für alle, die kochen wirklich mögen und bereit sind, ein bisschen Technik zu lernen. Backofenfest, spülmaschinengeeignet, für alle Herdarten geeignet - das sind echte Pluspunkte im Alltag. Der Preis um die 87 Euro ist nicht gerade günstig, aber bei einer Pfanne, die man vielleicht 15 Jahre benutzt, relativiert sich das schnell. Wer hingegen morgens schnell ein Rührei will ohne nachzudenken: lieber beschichtet kaufen.