Einstecken, vergessen, fertig

Ich hab den TL-SG105 vor gut einem Jahr unter den Schreibtisch geklemmt, zwischen Drucker, NAS und Desktop. Seitdem habe ich ihn exakt null Mal angefasst. Kein Neustart, kein Konfigurationsmenü, kein gar nichts. Er macht seinen Job - Gigabit-Daten von A nach B schieben - ohne ein einziges Mal aufzufallen. Für mich ist das die höchste Auszeichnung, die ein Netzwerkgerät bekommen kann.

Das Gehäuse ist Metall, fühlt sich solide an, und weil kein Lüfter verbaut ist, hört man buchstäblich nichts. Wer den Switch im Wohnzimmer oder neben dem Bett betreibt, wird das sehr zu schätzen wissen. Die fünf Ports arbeiten mit bis zu 1 Gbit/s, und das IGMP-Snooping sorgt dafür, dass Multicast-Traffic - zum Beispiel beim Streaming übers Netzwerk - nicht sinnlos alle Ports flutet.

Für wen, für wen nicht

Ehrlich gesagt: Wenn du einfach ein paar Geräte kabelgebunden verbinden willst und keine Verwaltung brauchst, gibt es kaum einen Grund, mehr Geld auszugeben. Der TL-SG105 ist unmanaged, das heißt, du hast keine Kontrolle über VLANs oder QoS. Für ein kleines Heimbüro oder einen Medienraum ist das völlig irrelevant. Wer aber ein etwas komplexeres Netzwerk betreibt - mehrere Subnetze, Priorisierung bestimmter Geräte - sollte zu einem managed Switch greifen, der kostet dann aber das Dreifache.

Bei 15 Euro ist das Risiko überschaubar. Glaub mir, du wirst ihn einstecken und nie wieder dran denken. Das ist mehr, als die meisten Geräte in dieser Preisklasse versprechen können.