Was du für zehn Euro bekommst
Ehrlich gesagt hatte ich keine großen Erwartungen. Neun Euro neunundneunzig, weißes Plastikgehäuse, Display mit drei Ziffern. Und trotzdem steht das Ding jetzt seit Wochen auf meinem Schreibtisch, weil es einfach tut, was es soll. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, eine kleine Komfortanzeige, die dir per Emoji zeigt, ob das Raumklima in Ordnung ist. Kein App-Gedöns, kein Bluetooth, keine Einrichtung.
Der Magnet auf der Rückseite ist ein nettes Detail, das ich anfangs belächelt habe. Inzwischen klebt ein zweites Exemplar am Kühlschrank im Keller, wo ich Weinflaschen lagere. Praktisch. Der Standfuß ist wackelig, das sei gesagt, aber er hält.
Für wen es Sinn macht
Wenn du Zimmerpflanzen hast, die empfindlich auf trockene Heizungsluft reagieren, ist so ein Gerät kein Luxus. Gleiches gilt für Babyzimmer, Keller mit Feuchtigkeitsproblemen oder kleine Gewächshäuser. Der Messbereich geht bis -50 Grad Celsius, was für den Einsatz im Außenbereich oder im Tiefkühler theoretisch taugt, auch wenn ich das nicht getestet habe.
Was mich stört: Die Genauigkeit ist solide, aber nicht Labor-Niveau. Ich habe zwei Geräte nebeneinandergelegt, und sie zeigten minimal unterschiedliche Werte. Für den Alltag völlig egal. Für präzise Messungen in Terrarium oder Humidor würde ich etwas mehr Geld ausgeben.
Für alle anderen: Kauf es einfach. Es kostet weniger als ein Cappuccino mit Stück Kuchen, und du wirst überrascht sein, wie viel du danach über dein Zuhause weißt.