Kein Actionspiel - sondern Taktik mit Atmosphäre
Ehrlich gesagt hatte ich gemischte Erwartungen. Star Wars und Taktik-Gameplay, das klingt nach einem mutigen Schritt. Zero Company erinnert mich an den Moment, wenn man abends das Licht ausmacht, den Controller hochnimmt und einfach wissen will, ob ein Spiel einen hält oder nicht. Hier hält es einen. Die Atmosphäre stimmt, die Einheiten haben Persönlichkeit, und die Missionen fordern echtes Nachdenken statt blindes Draufhauen.
Was mich wirklich überrascht hat: das Spiel traut sich, langsam zu sein. Wer auf hektisches Ballern steht, wird sich hier fehl am Platz fühlen. Wer aber schon mal XCOM gespielt hat und dabei gedacht hat "das wäre cooler mit AT-AT-Walkern und dem Imperiums-Score im Hintergrund", der ist hier richtig.
Für wen ich es empfehle (und für wen nicht)
Für Taktikfans, die auch Star-Wars-Feeling wollen: klares Ja. Die Disc-Version für PS5 läuft solide, keine nennenswerten technischen Probleme in meinen Spielstunden.
Für wen ich es nicht empfehle: Leute, die Action erwarten. Und vielleicht Einsteiger ins Genre, denn Zero Company erklärt seine Systeme nicht besonders geduldig. Man wird ins kalte Wasser geworfen, was ich persönlich mag, aber das ist nicht für jeden was.
Der Preis liegt bei knapp 48 Euro ohne aktuellen Rabatt. Nicht günstig, aber für ein vollwertiges Taktikspiel in diesem Universum auch nicht unverschämt. Glaub mir, schlechtere Spiele haben mehr gekostet.