Was das Ding eigentlich ist
Eine transparente Kunststoffkugel, darin eine Bahn mit 70 nummerierten Hindernissen, und eine kleine Metallkugel, die du durch diese Bahn lavieren musst. Kein Bildschirm, keine App, keine Anleitung außer: fang bei 1 an, hör bei 70 auf. Fällt die Kugel runter - und das passiert ständig - fängst du von vorn an.
Ich hab das Perplexus Rebel meinem Neffen zum Geburtstag mitgebracht, eher als Lückenfüller. Zwei Stunden später saß er noch immer auf dem Teppich, die Zunge leicht rausgestreckt, komplett versunken. Ich hab dann selbst mal probiert. Hinderniss 34. Dreimal. Bin dann raus.
Für wen es sich lohnt
Für Kinder ab etwa 6 Jahren, die gerne etwas in der Hand haben und nicht sofort aufgeben. Das Rebel gilt als mittelschwere Variante in der Perplexus-Reihe, mit 70 Hindernissen ist es aber schon ordentlich fordernd. Ehrlich gesagt: viele Erwachsene werden auch nicht weit kommen, was den Reiz für manche natürlich steigert.
Der Preis ist für mich das stärkste Argument. Unter 15 Euro für ein Spielzeug, das Stunden beschäftigt, keinen Strom braucht und keine Ersatzteile verlangt. Das schlägt vieles, was in derselben Preisklasse liegt.
Ein ehrlicher Vorbehalt
Wer schnell frustriert ist, wird das Ding nach zehn Minuten in die Ecke werfen. Die Lernkurve ist steil, und manche Hindernisse verlangen wirklich feine Motorik. Für ungeduldige Kinder unter 7 Jahren wäre ich vorsichtig. Für alle anderen: glaub mir, der Preis passt.