Erste Begegnung: weniger ist manchmal genug

Ehrlich gesagt hatte ich niedrige Erwartungen. Dreizehn Euro für eine Trinkflasche, kein besonderer Rabatt, kein großer Hype - ich hab sie vor allem mitgenommen, weil meine alte Flasche beim Joggen runtergefallen und nie mehr richtig dicht geworden ist. Und dann stand die Sigg da, türkisblau, leicht, mit diesem matten Finish, das sich angenehm griffig anfühlt, nicht glitschig wie manches billige Plastik.

Das Tritan-Material macht einen guten Eindruck: kein Eigengeschmack, kein komischer Geruch nach dem ersten Spülen. Ich hab sie seitdem zum Sport, ins Büro und zweimal auf Wanderungen mitgenommen. Nie getropft, nie gedrückt, nie Probleme mit dem Verschluss. Für den Preis ist das schon eine Aussage.

Was mich stört - und es gibt schon etwas

Der Drehverschluss ist funktional, aber nicht gedacht fürs Einhandbedienen. Beim Laufen muss man kurz stoppen, aufdrehen, trinken. Wer eine Sportflasche mit Drückventil sucht, schaut sich besser woanders um. Auch die 0,6 Liter reichen für kurze Sessions, aber für eine lange Radtour würde ich mir eher eine größere Version wünschen.

Für mich passt sie perfekt als Alltagsbegleiter: Schreibtisch, Gym, kurzer Trail. Die Farbe bleibt nach mehreren Maschinenwaschgängen satt, kein Verblassen bisher. Glaub mir, für diesen Preis erwartet man das nicht unbedingt.

Wer eine schlichte, haltbare Flasche ohne Spielereien sucht, liegt hier richtig. Wer Features will - Einhandöffnung, Isolierung, Strohhalm - der braucht ein anderes Budget.