Was du bekommst - und was du nicht bekommst
Eine silberne Spiegelfolie, 44,5 mal 200 Zentimeter, selbstklebend. Das klingt erstmal simpel, und das ist es auch. Kein Schnickschnack. Du schneidest, du klebt, fertig. Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, dass das Anbringen ein Drama wird - Blasen hier, Falten da. Aber mit einer Sprühflasche und etwas Geduld sitzt die Folie erstaunlich sauber. Der Trick: nie trocken aufkleben.
Der Effekt ist spürbar. An einem Südwestfenster im Juli hat mein Thermometer nach der Folie knapp vier Grad weniger gezeigt - nicht raumtemperaturmäßig, aber an der Fensterscheibe direkt. Die Spiegelwirkung nach außen funktioniert tagsüber gut, das stimmt. Nachts kehrt sie sich um, das sollte man wissen, wenn man Wert auf Privatsphäre legt.
Für wen, für wen nicht
Wer ein großes Panoramafenster damit abdecken will, kauft besser gleich zwei Rollen. Das Maß reicht für ein normales Wohnzimmerfenster oder ein Dachfenster, mehr nicht. Für Mieterwohnungen ist das Format eigentlich ideal: keine Bohrlöcher, keine bleibenden Spuren, rückstandsfrei ablösbar nach Angabe des Herstellers.
Mein Vorbehalt: Der Silberlook ist nicht jedermanns Sache. Die Folie verändert das Licht im Raum, es wird kühler und etwas gedämpfter. Wer helles, warmes Licht liebt, wird das nach einem Tag bereuen. Für ein Bürozimmer oder einen Dachraum, der im Sommer unbenutzbar wird, ist das hier aber eine der günstigsten Lösungen, die ich kenne - und eine, die tatsächlich funktioniert.