Was du für 620 Euro bekommst
Die PS5 mit 1TB ist keine Neuheit mehr. Sie läuft seit Ende 2020, wurde zwischenzeitlich überarbeitet, und Sony hat inzwischen eine schmalere Version auf den Markt gebracht. Trotzdem kostet sie hier fast 620 Euro, ohne Rabatt. Das ist eine Menge Geld für ein Gerät, das seinen Zenit als Gesprächsthema überschritten hat. Die Frage ist also nicht, ob sie gut ist, sondern ob sie diesen Preis heute noch verdient.
Was sie ersetzt und wann sie sich rechnet
Wer von einer PS4 kommt, merkt den Unterschied sofort: kürzere Ladezeiten, deutlich flüssigere Bildrate, ein Controller, der sich anfühlt wie ein eigenes Gerät. Wer hingegen bereits eine PS5 der ersten Generation besitzt, hat schlicht keinen Grund für einen Neukauf. Und wer hauptsächlich PC spielt, wird mit dieser Konsole wahrscheinlich wenig anfangen. Rechne es durch: bei drei bis vier Spielen pro Jahr, die exklusiv oder deutlich besser auf der PS5 laufen, amortisiert sich das Gerät in zwei bis drei Jahren, wenn du die Opportunitätskosten eines Gaming-PCs gegenüberstellst.
Die segmenttypische Schwäche
Geschlossenheit. Das ist das Grundproblem jeder Konsole, nicht nur der PS5. Du kaufst Hardware, die Sony dir verkauft, spielst Spiele, die Sony freigibt, und zahlst PlayStation Plus, wenn du online willst. Das ist kein Vorwurf, sondern ein Systemdesign. Wer damit leben kann, bekommt eine der technisch stärksten Konsolen auf dem Markt. Wer Kontrolle über sein Setup schätzt, wird sich eingeengt fühlen.
Für wen dieser Kauf Sinn ergibt
Für Familien, die eine gemeinsame Spielplattform suchen, ist die PS5 bei diesem Preis vertretbar. Für den Einzelspieler, der gezielt auf Sony-Exklusivtitel wartet, genauso. Für alle anderen lohnt es sich, noch ein paar Monate zu warten, ob der Preis nachgibt oder ein Bundle auftaucht.