Unter neun Euro für einen Neustart für deine Kleidung

Mein grauer Wollpullover sah nach zwei Wintern aus, als hätte er Masern. Überall diese kleinen Knötchen. Ich hatte ihn fast aussortiert, bis mir jemand diesen Philips in die Hand gedrückt hat. Für 8,56 Euro, wohlgemerkt. Keine großen Erwartungen also.

Das Gerät liegt gut in der Hand, ist kompakt, und die zwei AA-Batterien sind schnell eingelegt. Dann einfach drüberfahren. Die 8800 Umdrehungen pro Minute klingen technisch, aber im Alltag bedeutet das: Es geht zügig, ohne dass man ewig an einer Stelle reibt. Die drei Maschengrößen sind praktisch, weil dünne Stoffe wie Baumwollshirts eine feinere Einstellung brauchen als grober Strick.

Was mich wirklich überzeugt hat - und wo ich ehrlich sein muss

Der Pullover sah danach aus wie neu. Kein Scherz. Ich war selbst verblüfft, wie viel Fusseln sich im kleinen Behälter gesammelt hatten. Reinigen geht schnell: Deckel auf, ausblasen, fertig.

Aber ich will ehrlich sein. Für sehr empfindliche Stoffe, zum Beispiel feines Merino oder dünne Seidenmischungen, würde ich vorsichtig vorgehen und immer zuerst die niedrigste Einstellung testen. Und wer täglich mehrere Kleidungsstücke bearbeiten will, braucht vielleicht etwas Robusteres mit Akku.

Für den normalen Haushalt - ein paar Pullover im Herbst, der Sofabezug alle paar Wochen - ist dieses Gerät aber genau richtig. Kein Overkill, kein Schnickschnack. Einfach ein kleines Ding, das seine Arbeit macht.