100 Hindernisse sind keine Übertreibung

Ich hab das Perplexus Beast das erste Mal in die Hände bekommen, weil ein Neffe es auf dem Tisch liegen ließ. Fünf Minuten, dachte ich. Zwanzig Minuten später saß ich noch da, Zunge zwischen den Zähnen, Kugel kurz vor dem Ziel. Dann: weg. Neu von vorne.

Das Ding funktioniert denkbar einfach: Eine kleine Metallkugel muss durch einen Parcours innerhalb einer transparenten Kugel, die du mit beiden Händen hältst, drehst, kippst, neigst. 100 Hindernisse, manche heimtückisch schmal, manche nur eine Frage des richtigen Rhythmus. Es gibt keine Bildschirme, kein Laden, kein Akku. Das ist erfrischend.

Für wen es sich lohnt - und für wen nicht

Ehrlich gesagt ist das Perplexus Beast kein Kinderspielzeug im klassischen Sinne. Ab 9 Jahren steht drauf, aber ich kenne Erwachsene, darunter mich selbst, die sich da stundenlang festgebissen haben. Wer einen kurzen Fokus hat oder schnell frustriert ist, wird damit kämpfen. Das Ding bestraft Ungeduld konsequent.

Für ruhige Abende, für Kinder, die Herausforderungen mögen, oder als Schreibtischobjekt für Erwachsene mit Nervenkostüm: gute Wahl. Der Preis ist für das, was man bekommt, sehr fair. Man kauft kein Einwegvergnügen, sondern etwas, das lange beschäftigt.

Ein kleiner Vorbehalt: Der Parcours kann bei intensivem Gebrauch stellenweise wackeln. Nichts Dramatisches, aber man merkt es. Für Gelegenheitsspieler kein Thema, für tägliche Hardcorenutzung vielleicht auf lange Sicht relevant.