Der Geruch sagt schon alles

Ehrlich gesagt hat mich das erste Öffnen dieses Farbkastens sofort zurückversetzt. Dieser leicht wachsig-mineralische Geruch, die kleinen gepressten Farbblöcke in ihren Mulden - wer das als Kind kannte, kennt es sofort wieder. Aber Nostalgie allein kauft man sich nicht für 22 Euro. Also, was steckt wirklich drin?

Der Pelikan K24 kommt mit 24 Farben plus Deckweiß. Das Deckweiß ist kein Bonus zum Vergessen: Es macht die Farben opak, gibt Helligkeit auf dunklem Papier, und ist für Schüler ab der Grundschule tatsächlich nützlich. Die Farben lassen sich gut auftragen, lassen sich schichten, und der integrierte Pinselhalter im Deckel ist so ein kleines Detail, das man erst schätzt, wenn man ihn vermisst.

Für wen - und für wen nicht

Für Kinder im Schulalter ist er gut durchdacht. Robust, übersichtlich, mit genug Farben ohne zu überfordern. Meine Nichte hat damit angefangen, und ich hab gesehen, wie sie die Farben instinktiv mischt, ohne dass man ihr groß erklären musste, wie das geht. Das spricht für die Qualität der Pigmente.

Für ernsthafte Hobby-Aquarellisten reicht er dagegen nicht. Die Farben sind solide, aber keine Künstlerqualität. Wer Transparenz und Leuchtkraft im Layering sucht, wird sich nach ein paar Versuchen ärgern.

Ein echter Vorbehalt: kein Rabatt im Moment, und bei knapp über 22 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis okay, aber kein Schnäppchen. Wer geduldig ist, findet ihn gelegentlich günstiger. Trotzdem, als verlässliches Alltagswerkzeug für Schüler oder als sorgfältiges erstes Set zum Verschenken, macht er seinen Job ruhig und zuverlässig.