Was du hier eigentlich kaufst

Der Pro Controller ist kein Zubehör für Gelegenheitsspieler. Er richtet sich an Leute, die regelmäßig länger als eine Stunde am Stück spielen und die Joy-Cons dabei als unbequem oder zu klein empfinden. Das ist kein Nischenfall, das ist ein bekanntes Problem seit der ersten Switch-Generation.

Konkret ersetzt er die Joy-Cons im Dock-Betrieb, eventuell einen günstigeren Third-Party-Controller, oder schlicht die Frustration über zu kleine Griffbereiche. Wer hauptsächlich mobil spielt, braucht ihn nicht.

Die ehrlichen Pros und Kontras

Der größte Vorteil liegt im Handling: volle Griffe, natürlichere Daumenposition, deutlich längere Akkulaufzeit als die Joy-Cons. Dazu kommt Bluetooth-Konnektivität und eine solide Bauqualität, die man von Nintendo kennt.

Die Schwäche ist segmenttypisch und betrifft jeden Controller in dieser Preisklasse: Stick-Drift. Nicht ob, sondern wann. Nintendo hat das Problem bei der Switch 1 lange unterschätzt, und auch wenn die Switch 2 hier Verbesserungen mitbringen soll, bleibt es ein Risiko, das man bei 69 Euro im Hinterkopf behalten sollte.

Kein Rabatt zum Launch, kein Bundle, kein Ersatzkabel im Lieferumfang. Man zahlt den vollen Preis für die Nintendo-Qualitätskontrolle, nicht für Extras.

Für wen rechnet es sich?

Wer drei bis fünf Mal pro Woche am TV spielt und dabei länger als 45 Minuten bleibt, wird den Unterschied nach zwei Wochen nicht mehr missen wollen. Das ist die Zielgruppe. Wer die Switch hauptsächlich im Handheld-Modus nutzt oder nur gelegentlich zockt, gibt das Geld besser woanders aus.

Bei 69 Euro braucht man keine Rechtfertigung durch Ersparnis. Es geht um Ergonomie, Spielkomfort und die Entscheidung, ob einem das etwas wert ist.