Zwei Fächer, und das ändert wirklich etwas

Ich hab das Gerät das erste Mal an einem Sonntagabend mit Freunden getestet. Vier Leute, unterschiedliche Vorstellungen vom Abendessen, und trotzdem stand alles gleichzeitig auf dem Tisch. Das eine Fach lief mit Süßkartoffelwedges, das andere mit Garnelen. Kein Warmhalten, kein Kompromiss. Das ist der Kern dieses Geräts, und Ninja hat das gut umgesetzt.

Die 9,5 Liter verteilen sich auf zwei getrennte Zonen, die man unabhängig steuern kann - Temperatur, Zeit, Modus. Der Sync-Finish-Modus sorgt dafür, dass beide Körbe gleichzeitig fertig werden, auch wenn die Garzeiten unterschiedlich sind. Im Alltag funktioniert das überraschend zuverlässig.

Was mich ein bisschen stört

Ehrlich gesagt ist das Gerät kein Leichtgewicht, weder physisch noch was die Stellfläche angeht. Kleine Küchen kommen hier unter Druck. Die Körbe sind spülmaschinenfest, was ich sehr schätze, aber der äußere Korpus braucht Pflege, das Kupfer sieht schnell fleckig aus.

Die sechs Modi (Heißluft, Grill, Rösten, Backen, Aufwärmen, Dehydrieren) klingen viel. Im Alltag nutzt man vor allem zwei oder drei davon. Das ist kein Fehler, nur keine Überraschung.

Für wen lohnt sich das? Für Haushalte ab zwei, drei Personen, die regelmäßig kochen und nie mehr jonglieren wollen zwischen Ofen und Fritteuse. Singles mit kleiner Küche würden mit einem kompakteren Modell besser fahren. Aber wer Platz hat und Wert auf gleichzeitiges Garen legt, bekommt hier ein Gerät, das seinen Job kennt.