Was du dir mit 193 Euro ins Haus holst
Der Ninja Foodi FlexDrawer ist keine gewöhnliche Heißluftfritteuse. Das 10,4-Liter-Fassungsvermögen mit herausnehmbarem Trenner bedeutet: Du kannst entweder zwei verschiedene Gerichte gleichzeitig bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten, oder du nutzt die gesamte Schublade als einen einzigen, großen Garraum. Dieses Konzept ist der eigentliche Kaufgrund. Wer das nicht braucht, greift besser zu einem günstigeren Einzelzonenmodell.
Was dieses Gerät ersetzt
Realistisch betrachtet ersetzt der FlexDrawer für viele Haushalte eine Kombination aus Ofen, kleiner Pfanne und vielleicht einem älteren Frittiergerät. Für Familien ab drei bis vier Personen, die regelmäßig abends schnell zwei verschiedene Sachen auf den Tisch bringen wollen, ist die Dual-Zone tatsächlich nützlich, nicht nur ein Marketingversprechen. Single-Haushalte oder Paare hingegen werden die zweite Zone selten wirklich ausreizen.
Die Schwäche, die das Segment teilt
Hier muss ich ehrlich sein: Heißluftfritteusen dieser Größenklasse sind sperrig. 10,4 Liter bedeuten einen erheblichen Platzbedarf auf der Arbeitsfläche. Wer eine kleine Küche hat, kämpft. Dazu kommt ein segmenttypisches Problem: Die Antihaftbeschichtung der Körbe hält bei aggressiver Reinigung oder Metallzubehör selten länger als zwei bis drei Jahre in einwandfreiem Zustand. Spülmaschinenfest ist nicht gleichbedeutend mit unverwüstlich.
Für wen sich die Rechnung aufgeht
Bei einem Durchschnittspreis von rund 193 Euro amortisiert sich das Gerät, wenn du konsequent weniger Backofen verwendest, also Energie sparst und Zeit gewinnst. Für Haushalte mit gemischten Ernährungsgewohnheiten, zum Beispiel eine Person vegetarisch, eine mit Fleisch, ist die Dual-Zone ihr Geld wert. Für alle anderen ist ein 80-Euro-Modell die klügere Entscheidung.