Was du für 180 Euro bekommst
Der Ninja CRISPi ist keine Standard-Heißluftfritteuse. Zwei herausnehmbare Glasbehälter statt der üblichen Plastikschalen, ein 3,8-Liter-Volumen für bis zu sechs Portionen, und vier Funktionen: Heißluftfrittieren, Braten, Warmhalten und Recrisp (aufknuspern von bereits gegartem Essen). Das Modell in Stone Gold kostet derzeit 179,99 Euro ohne Rabatt. Das ist der Punkt, wo man kurz nachdenken sollte.
Was dieses Gerät ersetzt (und was nicht)
Realistische Rechnung: Wer bisher eine billige Fritteuse für 40 Euro und eine separate Glasschale zum Aufwärmen benutzt, zahlt hier den Aufpreis für Komfort und Qualitätsmaterial. Die Glasbehälter sind der größte Unterschied zum Segment. Kein Plastikgeruch beim ersten Erhitzen, spülmaschinenfest, alltagstauglicher. Für Einzelpersonen oder Paare ohne regelmäßigen Bedarf für sechs Portionen ist das Volumen aber oft zu groß für den Platz, den das Gerät auf der Arbeitsfläche beansprucht.
Ein bekanntes Problem im Heißluftfritteusen-Segment generell: Die Garzeit ist kürzer als im Ofen, aber das Fassungsvermögen verleitet dazu, zu viel auf einmal hineinzulegen. Das Ergebnis ist dann weniger knusprig als erhofft. Das gilt hier genauso.
Wann rechnet sich der Kauf?
Für Haushalte ab drei Personen, die regelmäßig (mehrmals pro Woche) frittieren oder aufknuspern, amortisiert sich das Gerät über die Langlebigkeit der Glasbehälter und den niedrigeren Ölverbrauch gegenüber einer klassischen Fritteuse. Wer es einmal pro Woche benutzt und hauptsächlich für zwei Personen kocht, kauft hier zu viel Gerät für zu viel Geld. Ein Modell um die 80 bis 100 Euro würde denselben Job erfüllen. Der Ninja CRISPi ist gut, aber er setzt echte Nutzungsfrequenz voraus, um seinen Preis zu verdienen.