Was steckt da eigentlich drin
Ein kleines Tütchen, darin sechs Millionen mikroskopisch kleine Fadenwürmer. Klingt erstmal seltsam. Aber genau das ist der Witz: Steinernema feltiae, der Wirkstoff hier, ist ein natürlicher Feind der Trauermückenlarven. Kein Chemie-Kram, keine unangenehmen Dämpfe, nichts, das man beim Einatmen bereuen würde.
Ich hab das Mittel letzten Winter ausprobiert, nachdem meine Monstera regelrecht belagert war. Man löst die Nematoden in Wasser auf und gießt die Erde damit. Das war es. Wirklich. Kein kompliziertes Prozedere, kein Spezialgerät.
Was ich nach zwei Wochen gesehen habe
Nach ungefähr zehn Tagen: deutlich weniger Mücken an den kleinen Gelbtafeln. Nach zwei Wochen waren sie fast weg. Für mich war das beeindruckend, weil ich vorher schon gefühlt alles versucht hatte - Kaffeesatz, Zimt, spezielle Erden. Nichts hat so konsequent geholfen.
Ein ehrlicher Vorbehalt: Die Nematoden brauchen eine Mindesttemperatur von etwa zehn Grad im Boden. Im Wintergarten funktioniert das gut, draußen bei Kälte eher nicht. Und das Tütchen muss nach Lieferung schnell verwendet werden, weil lebende Organismen nun mal nicht ewig warten. Das steht auf der Verpackung, aber man liest es leicht weg.
Für wen lohnen sich 7,49 Euro
Für alle, die Zimmerpflanzen haben und schon länger mit Trauermücken kämpfen. Glaub mir, für diesen Preis ist das eine der sinnvollsten Investitionen, die man in seinem kleinen Pflanzendschungel machen kann. Wer nur gelegentlich eine einzelne Mücke sieht, braucht das nicht. Wer aber weiche, braune Wurzeln an seinen Lieblingspflanzen entdeckt und morgens Mückenschwärme aus der Erde aufsteigen sieht, der sollte es einfach probieren.