Das Prinzip ist simpel, und genau das ist der Punkt
Ehrlich gesagt war meine erste Reaktion: braucht man dafür wirklich ein Spezialprodukt? Zwei Dosen, fertig. Aber dann hab ich das Ding eine Woche lang täglich genutzt, und ich versteh jetzt den Hype.
Der Mepal Müslibecher hat zwei Kammern: 500 ml unten für den Joghurt, 200 ml oben für Müsli, Granola, Nüsse oder was auch immer. Die Trennung ist dicht genug, dass nichts durchweicht. Freitagmorgen, zehn Minuten Fahrradfahrt durch den Nieselregen, Becher im Rucksack: der Joghurt war noch kalt, das Granola noch knusprig. Das klingt nach Kleinigkeit, aber wenn man's gewohnt ist, matschiges Müsli aus einem improvisierten System zu löffeln, merkt man den Unterschied sofort.
Was mich überzeugt hat, was weniger
Das Material fühlt sich wertig an, der Deckel rastet sauber ein, die Farbe Nordic Sage ist angenehm zurückhaltend. Mikrowelle, Spülmaschine, Gefrierschrank: alles kein Problem. Für knapp 11 Euro ist das ein fairer Preis.
Ein ehrlicher Vorbehalt: die obere Kammer mit 200 ml ist eher knapp. Wer gerne viel Knusperiges möchte, wird das Verhältnis vielleicht etwas unbefriedigend finden. Und wer morgens eh keine Zeit hat oder seinen Joghurt lieber im Glas kauft, braucht das hier schlicht nicht.
Für alle anderen - Büroleute, Pendler, Frühstücksmenschen mit einem Minimum an Anspruch - ist das einer dieser Käufe, bei denen man sich fragt, warum man so lang gewartet hat.