Ein Set, das schneller fertig ist als gedacht

Ehrlich gesagt hatte ich das Ding in knapp 45 Minuten zusammen. Mein Neffe (9 Jahre) saß dabei, hat die Hälfte selbst gebaut, und am Ende stand ein Ferrari SF-24 auf dem Tisch, der wirklich nach Formel 1 aussieht. Die roten Panels, die flache Silhouette, der kleine Fahrer im Cockpit - für diesen Preis macht LEGO das ziemlich gut.

Die Speed Champions Reihe hat dieses Format: kompakt, detailliert genug, aber nicht so komplex, dass Kinder ab 8 Jahren frustriert aufgeben. Das ist kein Zufallsprodukt. Wer schon andere Sets aus der Reihe kennt, weiß, was er bekommt.

Für wen ja, für wen eher nicht

Für einen Neun- bis Zwölfjährigen mit Ferrari-Faible oder für jemanden, der eine kleine Deko für den Schreibtisch sucht: klares Ja. Der Preis um die 25 Euro ist für ein lizenziertes F1-Modell mit Minifigur absolut in Ordnung.

Wer aber ein komplexes Bauerlebnis sucht, das einen ganzen Abend füllt, schaut lieber anderswo. Das hier ist eher ein Nachmittagsprojekt. Auch als Geschenk funktioniert es gut, gerade weil es nicht überfordert.

Ein kleiner Vorbehalt: Wer schon mehrere Speed Champions Sets im Regal hat, wird kaum überrascht sein. Die Baulogik ist bekannt, der Schwierigkeitsgrad ähnlich. Aber das ist ja auch nicht die Zielgruppe, die sich das zum ersten Mal anschaut.

Für mich ist es eines der solidesten Angebote in dieser Kategorie, ohne viel Risiko.