Nostalgie in Plastiksteinen
Als ich das Set ausgepackt habe, war ich kurz wieder neun Jahre alt. Nicht wegen der Steine, sondern wegen der Form: dieser abgerundete Korpus, das kleine Display, die Knöpfe. LEGO hat den Game Boy hier wirklich detailgetreu nachgebaut, und man merkt, dass jemand Liebe reingesteckt hat. Kein generisches Klotz-Modell, sondern etwas, das man erkennt, auch wenn man es von Weitem sieht.
Das Set enthält zwei austauschbare Spielmodule - Super Mario und Zelda - plus einen Ständer, der das fertige Modell ordentlich präsentiert. Genau das macht den Unterschied. Es ist kein Modell, das man baut und dann in eine Schublade legt. Es steht auf dem Regal, es wirkt.
Für wen es sich lohnt - und für wen nicht
Für mich ist das ein klares Ja für alle, die mit dem Game Boy aufgewachsen sind und jetzt ein Stück davon auf dem Schreibtisch wollen. Der Bauvorgang ist entspannt, kein Kopfzerbrechen, aber auch keine Langeweile. Ich schätze eine gute Stunde Aufbauzeit, vielleicht etwas mehr, wenn man es ruhig angeht.
Ehrlich gesagt: Wer reines Spielzeug sucht oder Kinder beschenken will, ist hier falsch. Das ist ein Modell für Erwachsene, gedacht zum Bauen und Ausstellen. Der Preis liegt unter 40 Euro, was für ein LEGO-Displaymodell dieser Qualität und mit dieser Portion Nostalgie absolut vertretbar ist.
Glaub mir, das ist das Regal-Objekt, das jeder Gaming-Freund bemerkt, wenn er dein Zimmer betritt. Und dann erzählst du ihm, wie du damals stundenlang Link durch Dungeons gesteuert hast.