Was du in der Hand hältst
Der Jsdoin kommt klein an, wirkt aber solider als erwartet. Das Faltgelenk rastet spürbar ein, kein billiges Wackeln. Dunkelblau, dezent, passt in jede Tasche. Ehrlich gesagt hatte ich bei diesem Preissegment mit mehr Plastikcharme gerechnet.
Die fünf Stufen sind kein Marketing-Versprechen: Stufe 1 ist ein leises Lüftchen, Stufe 5 bläst dir die Haare aus dem Gesicht. Ich hab ihn neulich auf einem Open-Air-Konzert auf Stufe 3 laufen lassen, fast zwei Stunden, und der Akku war danach noch nicht leer. Angenehm überrascht.
Für wen es sich lohnt
Wer im Büro neben einem Kollegen sitzt, der die Klimaanlage auf Eiszeit stellt, aber selbst schwitzt, der versteht den Wert sofort. Auch auf Reisen, langen Zugfahrten oder beim Warten auf dem Bahnsteig im August macht er seinen Job. Der USB-Anschluss lädt ihn schnell wieder auf, kein eigenes Kabel nötig.
Mein ehrlicher Vorbehalt: Der Klang auf Stufe 5 ist hörbar. Kein Lärm, aber auch keine Stille. In einem Meeting oder einer Bibliothek würde ich ihn nicht auf Maximum laufen lassen. Und der Griff sitzt gut in mittelgroßen Händen, für sehr kleine Hände kann er etwas unhandlich wirken.
Mein Urteil
Für knapp 20 Euro bekommst du einen Begleiter für heiße Tage, der nicht nach zwei Wochen auseinanderfällt. Kein Wunderteil, aber solide genug, um ihn nicht gleich zu bereuen. Wer viel draußen ist oder in schlecht belüfteten Räumen arbeitet, greift ruhig zu.