Was du für 6,49 Euro bekommst

Ehrlich gesagt hatte ich niedrige Erwartungen. Unter sieben Euro für eine iPad-Hülle klingt nach dem, was man zwei Monate später halb zerrissen im Rucksack findet. Aber die JETech hat mich ein bisschen überrascht. Die transluzente Rückseite lässt das Design des iPads durchschimmern, ohne wie eine Billigfolie auszusehen. Der Dreifach-Ständer klappt sauber ein, hält zwei gängige Winkel und wackelt nicht beim Tippen. Auto-Schlafen und -Wachen funktioniert zuverlässig. Das ist solide Basisarbeit.

Der Alltag - ein Bild

Ich hab sie einer Freundin in die Hand gedrückt, die ihr iPad hauptsächlich auf der Couch nutzt: Netflix, Rezepte, gelegentlich Videotelefonie. Nach drei Wochen war ihr Fazit knapp: "Tut, was es soll." Kein Kratzer, kein gelöster Clip. Für diesen Einsatzzweck ist das genug.

Was mich etwas stört: Die Hülle bietet keinen Schutz für den Bildschirm. Kein Klappmechanismus vorne, kein integrierter Folienschutz. Wer das iPad häufig in einer vollen Tasche transportiert, sollte das im Kopf behalten. Und die Schutzwirkung bei einem echten Sturz bleibt begrenzt, trotz beworbenen Stoßschutzes an den Ecken.

Für wen sie sich lohnt

Für jemanden, der zuhause ein iPad nutzt, nicht viel transportiert und keinen dreistelligen Betrag in Zubehör stecken will: klare Empfehlung. Für alle, die das Gerät täglich im Rucksack schleppen oder unterwegs viel tippt: lieber zehn bis fünfzehn Euro mehr in etwas mit Frontschutz investieren. Die JETech ist kein Alleskönner, aber für den Preis eine der vernünftigsten Optionen.