Kleine Box, echter Alltagstest

Meine Nichte hat eine ausgeprägte Meinung zu Lunchboxen. Zu viele Fächer: uncool. Zu wenige: alles matschig. Die IJIAMY hat sie nach etwa zwei Minuten akzeptiert, was ich als Erfolg werte. Das Innere ist sinnvoll aufgeteilt: ein größeres Fach für das Hauptgericht, kleinere für Obst oder Cracker. Kein wildes Durcheinander, wenn die Tasche mal auf dem Rücken liegt.

Die Verarbeitung wirkt ordentlich für den Preis. Der Verschluss rastet mit einem klaren Klicken ein, das fühlt sich nicht wackelig an. Ich hab sie mit etwas Sauce drin auf die Seite gelegt - nichts ist rausgelaufen. Auslaufsicher im Sinne von "hält normale Alltagssituationen aus", nicht im Sinne von "übersteht einen Sturz vom Tisch". Das ist ein wichtiger Unterschied.

Für wen sie sich lohnt

Ehrlich gesagt: für Eltern, die keine 25 Euro für eine Bento-Box ausgeben wollen, aber trotzdem etwas Strukturiertes suchen. Kindergarten, Grundschule, kurzer Ausflug - da macht die IJIAMY ihren Job. Die Fächer halten das Essen getrennt, die Optik ist ansprechend ohne aufdringlich zu sein, und das Gewicht ist so gering, dass man es im Rucksack kaum merkt.

Wer allerdings hofft, damit heiße Suppen oder wirklich flüssige Sachen zu transportieren, sollte lieber zu etwas Robusterem greifen. Und wer eine Box sucht, die jahrelang täglich Schulstress übersteht, ohne Kratzer oder Risse zu zeigen: auch hier gibt es langlebigere Optionen, die aber das Dreifache kosten. Für gelegentlichen Einsatz oder als Erstbox ist der Preis kaum zu schlagen.