Was das Spiel eigentlich will

Das Prinzip ist simpel, fast schon frech einfach: Du hörst per App einen Song-Ausschnitt und musst ihn im Zeitstrahl der Jahrzehnte einordnen. Kein Trivia-Wissen über Plattenlabel oder Produzenten, nur Gefühl für Ären. Vinyl, Kassette, CD, Streaming - die Generationen sitzen am gleichen Tisch und kämpfen mit ihren jeweiligen Ohrwürmern.

Bei unserer Runde letztens, vier Leute zwischen 28 und 64 Jahren, ist genau das passiert, was die Macher sich wohl gedacht haben. Mein Onkel hat einen Tom-Jones-Titel auf Anhieb gewusst, während meine Cousine bei einem 90er-Eurodance-Stück förmlich aufgesprungen ist. Der Witz: Niemand hat die ganze Zeit dominiert. Das ist gar nicht so leicht hinzubekommen bei einem Musikspiel.

Für wen es sich lohnt - und für wen nicht

Ehrlich gesagt ist Hitster Battle of the Generations fast perfekt für Familienabende oder Freundesrunden mit großem Altersunterschied. Die App ist stabil, die Kartenqualität okay (nicht premium, aber solide), und der Einstieg dauert unter fünf Minuten.

Mein Vorbehalt: Wer eine reine Peer-Gruppe hat, also alle ungefähr gleich alt, verliert den zentralen Reiz. Dann wird es schnell zu einem normalen Quiz, und da gibt es stärkere Alternativen. Auch für absolute Musiknerds, die detailliertes Faktenwissen wollen, ist es das falsche Spiel. Es geht um Bauchgefühl, nicht um Expertise.

Für knapp 17 Euro ist das Preis-Spass-Verhältnis aber wirklich gut. Glaub mir, der Abend zahlt sich schneller aus als gedacht.