Erster Eindruck: weniger Gefriemel als erwartet

Ich erinnere mich noch gut an das Einschlagen mit Zeitungspapier und Tesafilm, das jedes Mal in einer leicht schiefen, bald einreißenden Hülle endete. Die Herlitz easy cover Umschläge sind das Gegenteil davon. Transparent, vorgefalzt, und sie passen tatsächlich auf erstaunlich viele Formate, ohne dass man groß nachdenken muss. Draufschieben, Klappe falten, fertig. Kein Kleber, kein Schnitt.

Das Material ist solide genug für ein Schuljahr, aber keine Wundertüte. Wer erwartet, dass das Buch danach wie neu aussieht, liegt richtig. Wer erwartet, dass es nach zwei Jahren noch glänzt, eher nicht.

Für wen, für wen nicht

Ehrlich gesagt ist das Produkt fast schon zu simpel, um groß darüber zu reden. Fünf Stück für unter sieben Euro, universell passend, transparent, also keine Diskussion mit dem Kind über Muster oder Farben. Für Eltern, die am Abend vor dem ersten Schultag noch schnell einschlagen wollen, ist das genau richtig.

Für mich gibt es einen echten Vorbehalt: Bücher mit sehr ungewöhnlichen Formaten, besonders sehr dicke oder sehr schmale, können etwas hakelig sein. Der Umschlag lässt sich dann zwar noch aufziehen, sitzt aber nicht mehr so sauber. Bei Standardschulbüchern passiert das kaum.

Wer Bastelfreude sucht oder rustikale Retro-Ästhetik mit Packpapier mag, der greift woanders zu. Alle anderen sparen sich Nerven und Zeit. Glaub mir, das ist manchmal mehr wert als man denkt.