Der erste Eindruck: Kindheitserinnerung trifft Switch-Alltag

Ich war acht, als ich zum ersten Mal He-Man auf dem Schulhof diskutiert habe. Also ja, die IP hat bei mir einen Stein im Brett. Und genau das macht mich misstrauisch, wenn so ein Name auf einem neuen Spiel auftaucht. Lizenzspiele leben oft von der Nostalgie und liefern spielerisch nicht viel dahinter.

Dragon Pearl of Destruction sieht auf den Screenshots solide aus, typisches Action-Adventure mit Brawler-Elementen. Die Switch ist dafür eigentlich ein gutes Zuhause, gerade weil man das kurz im Handheld-Modus zocken kann, während man auf jemanden wartet.

Für wen lohnen sich die 30 Euro?

Für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, die He-Man kennen oder die Neuverfilmung auf Netflix mögen: glaub mir, die werden sich freuen. Das Spiel richtet sich klar an diese Zielgruppe. Unkomplizierte Steuerung, bunte Welt, bekannte Figuren.

Für erwachsene Fans der Originalserie ist das schwieriger. Ehrlich gesagt erwarte ich da kein tiefes Kampfsystem und keine komplexe Story. Das hier ist kein Dark Souls in Eternia. Wer als Kind Stundenlang mit den Actionfiguren gespielt hat, kauft das vielleicht für seine Kinder, und das ist völlig legitim.

Der Preis von knapp 30 Euro ist für ein Lizenzspiel dieser Art in Ordnung, kein Schnäppchen, aber auch keine Abzocke. Was mich etwas zögern lässt: Es gibt keine Rabatthistorie, keinen erkennbaren Preisnachlass. Ich würde kurz warten und schauen, ob der Preis fällt. Bei Lizenzgames passiert das schneller, als man denkt.