Was du für 2,79 Euro bekommst
Ein Knäuel, 50 Gramm, 125 Meter. Rot, glänzend, 100 % Baumwolle. Ehrlich gesagt hatte ich keine hohen Erwartungen, als ich das erste Mal mit dem Cotton Quick von Gründl gearbeitet habe. Dann lag der Faden in der Hand - und die Oberfläche ist wirklich angenehm. Kein Kratzen, kein Ziehen. Für Sommeraccessoires oder ein kleines Topflappen-Projekt ist das Material mehr als solide.
Der Glanz ist subtil, nicht billig-synthetisch wirkend. Das ist wichtig, weil viele günstige Baumwollgarne genau diesen Fehler machen: Sie sehen aus wie Plastik. Hier nicht. Die Farbe Rot ist dabei kräftig und gleichmäßig, ohne zu grell zu wirken.
Für wen es sich lohnt - und für wen nicht
Wenn du anfängst zu häkeln oder stricken und erst mal das Gefühl für Maschen und Nadeln entwickeln willst, ist dieses Garn ideal. Kein Risiko, kein großes finanzielles Engagement. Ich hab damit eine Freundin begleitet, die ihre ersten Runden mit der Häkelnadel gedreht hat - das Garn hat sich dabei super gehalten, keine Knoten, kein Aufspleißen.
Für aufwendige Projekte, die viele Knäuel brauchen, wird es allerdings tricky. Farbchargen können leicht variieren, und wenn du zwanzig Knäuel kaufst und zwei davon eine leicht andere Tönung haben, merkst du das sofort. Das ist bei diesem Preissegment fast unvermeidlich, kein spezifischer Fehler von Gründl.
Wer ein kleines, überschaubares Projekt plant - eine Tasche, ein Stirnband, ein paar Untersetzer - der greift hier bedenkenlos zu. Für unter drei Euro bekommst du ordentlich Qualität. Das ist selten genug.