Was steckt wirklich drin?

Ehrlich gesagt hab ich bei "Deluxe Edition" zuerst die Augen verdreht. Meistens bedeutet das: ein Steelbook, das du nie anfasst, und zwei digitale Bonus-Items, die du nach zehn Minuten vergessen hast. Aber bei Rebirth ist das ein bisschen anders. Die physische Box ist ordentlich, das Begleitheft hat echten Inhalt - kein Werbe-Beileger, sondern Artwork und Hintergrundmaterial, das sich lohnt durchzublättern. Glaub mir, ich hab schon schlechtere Deluxe-Pakete für mehr Geld gesehen.

Das Spiel selbst ist ohnehin der Kern der Sache. Rebirth ist groß, sehr groß - offene Gebiete, ein Kampfsystem, das nach einer gewissen Eingewöhnungszeit richtig Spaß macht, und eine Geschichte, die den Mittelpart von FF7 auf eine Art erzählt, die auch Kenner der Vorlage überraschen dürfte. Ich hab meinen ersten Abend damit fast nicht bemerkt. Das passiert mir selten.

Für wen lohnt es sich - und für wen nicht

Der Preis liegt bei knapp 110 Euro. Das ist kein Impuls-Kauf, das ist eine Entscheidung. Wenn du FF7 Remake gespielt und gemocht hast, kannst du hier ohne große Zögerlichkeit zugreifen. Die Deluxe-Extras rechtfertigen den Aufpreis gegenüber der Standard-Version für Sammler oder echte Fans der Serie.

Wer hingegen unsicher ist, ob das Genre das Richtige ist, oder wer Rebirth als Einstieg in die Serie nutzen will: lieber erst die normale Edition testen. Und noch ein ehrlicher Vorbehalt: wer kein Japanisch und kein Englisch versteht, sollte prüfen, ob eine vollständige deutsche Lokalisierung vorhanden ist - das kann die Erfahrung deutlich beeinflussen.