Kleiner als erwartet, stärker als gedacht
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich das Anker Nano II zum ersten Mal aus der Verpackung geholt habe. Ich hatte das ursprüngliche Apple-Netzteil daneben gelegt, und der Größenunterschied war schlicht absurd. Das Anker-Teil ist kaum größer als ein dicker Daumen, gibt aber 65 Watt aus. Für Reisen ist das ein Gamechanger - ein einziges Ding für Laptop, Telefon, Tablet.
Die GaN-II-Technologie dahinter ist der Grund: Galliumnitrid leitet Strom effizienter als klassisches Silizium, erzeugt dabei weniger Wärme. In der Praxis heißt das, das Gerät wird handwarm, nicht heiß. Mein MacBook Air hat damit in etwa so schnell geladen wie mit dem originalen Apple-Netzteil. Nicht schneller, aber eben auch nicht langsamer - und das mit einem Gerät, das ich problemlos in jede Hosentasche stecke.
Für wen es passt, für wen nicht
Ehrlich gesagt ist das hier kein Produkt für alle. Wer nur ein Smartphone lädt und nie unterwegs ist, braucht das nicht. Aber wenn du regelmäßig mit Laptop und Handy reist, ein Netzteil weniger im Koffer willst oder einfach den Schreibtisch aufräumen möchtest, dann ist das eine der sinnvollsten Investitionen unter 25 Euro, die ich kenne.
Ein echter Vorbehalt: Mit einem einzigen USB-C-Port kannst du immer nur ein Gerät gleichzeitig laden. Wer gleichzeitig Laptop und iPhone aufladen will, braucht entweder einen Hub oder greift zur größeren Anker-Variante mit mehreren Ports. Das ist kein Fehler, nur eine Entscheidung, die man bewusst treffen sollte.
Für mich bleibt es trotzdem das kompakteste, zuverlässigste Netzteil, das ich je besessen habe. Glaub mir, du vermisst den alten Klotz nicht.