Was du für unter 10 Euro bekommst
Ehrlich gesagt hatte ich keine großen Erwartungen. Neun Euro für ein Ladegerät mit zwei USB-C-Ports und einem 150-cm-Kabel - das klingt nach dem typischen No-Name-Kram, der nach drei Wochen aufgibt. Aber Anker ist eben Anker. Die Marke hat sich in diesem Segment einen soliden Ruf aufgebaut, und das merkt man auch hier.
Das Netzteil ist kompakt, fast erschreckend klein, und sitzt trotzdem fest in der Steckdose. Kein Wackeln, kein Überhitzen nach einer Stunde Laden. Mein iPhone 16 hat damit in knapp unter zwei Stunden von leer auf voll gezogen, was für 20 Watt absolut im Rahmen liegt.
Zwei Ports, ein Haken
Die zwei USB-C-Ports klingen verlockend. Der Haken: Wenn beide belegt sind, teilt sich die Leistung. Dann lade ich nicht mehr mit 20 Watt pro Gerät, sondern deutlich weniger. Für ein Tablet und ein Handy gleichzeitig reicht das, man sollte nur keine Wunder erwarten. Wer ein iPad Pro schnell aufladen will, nimmt den zweiten Port lieber frei.
Das mitgelieferte Kabel ist überraschend ordentlich. 150 cm, keine nervösen Knicke nach kurzem Gebrauch, und die Stecker sitzen sauber. Für den Preis hätte ich ehrlich gesagt ein billigeres Kabel erwartet.
Für wen es sich lohnt
Für alle, die ein zweites Ladegerät fürs Büro oder den Nachttisch suchen, ohne viel nachzudenken. Oder für jemanden, der endlich das alte 5-Watt-Ladegerät loswerden will. Wer nur ein einziges, maximales Schnellladegerät für ein teures Gerät braucht, schaut vielleicht lieber nach einem 30-Watt-Modell. Aber für den Alltag und den Preis: glaub mir, das reicht.