Was mich zuerst überrascht hat
Ehrlich gesagt hatte ich keine großen Erwartungen. Ein Kinderhelm ist ein Kinderhelm, dachte ich. Dann habe ich meinen Neffen damit losradeln sehen - ohne Gemecker, ohne das übliche Drama beim Anziehen. Der Helm saß, er mochte ihn, und das war's. Für Eltern, die jeden Morgen kämpfen: das ist nicht nichts.
Der ABUS Smiley 3.0 hat eine tiefe Passform, die wirklich den Hinterkopf schützt. Kein luftiger Sitz, der bei der ersten Kurve verrutscht. Das Einstellrad am Hinterkopf lässt sich auch mit kleinen Kinderhänden bedienen - mein Neffe hat es selbst festgezogen, stolz wie Bolle.
Für wen der Helm passt - und für wen nicht
Die Designs sind bunt, verspielt, eindeutig auf Kinder zwischen etwa 3 und 8 Jahren ausgelegt. Wer einen schlichten Helm sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Kind hat, das Mitspracherecht beim Ausrüstungskauf beansprucht (also: jedes Kind), der liegt mit dem Smiley 3.0 gut.
Ein echter Vorbehalt: Es gibt keinen integrierten Insektenschutz am Belüftungsschlitzen. Im Sommer fanden das eine Wespe und ich beide suboptimal. Kleiner Punkt, aber er fällt auf.
Die Verarbeitung ist solide, kein billiges Plastikgefühl. Für knapp unter 50 Euro bekommt man einen Helm mit CE-Zertifizierung nach EN 1078, anständigen Belüftungskanälen und - für Mädchen mit langen Haaren besonders praktisch - einer Aussparung für den Zopf hinten. Das klingt nach Detail, ist im Alltag aber ein echter Unterschied.